Kirchenerkundung

Der Blick fällt auf ein großes, imposantes Gebäude. Es beeindruckt der schlichte, einfache Granitbau. Der Besucher erkennt an dem unterschiedlichen Mauerwerk der Klosterkirche, wo sich die Klostergebäude der Zisterzienser und der Kreuzgang befanden.Vor uns steht eine 51 m lange, kreuzförmige Basilika mit einem Langhaus von geringerer Ausdehnung. In der Zeit des frühen 13. Jahrhunderts entstanden die Tonnengewölbe in den beiden äußeren Nebenkapellen. Die rundbogigen Fenster weisen auf die Romanik hin.

Das Innere ist sehr schlicht. Das Mittelschiff wird in sieben niedrige Arkaden gegliedert, deren viereckige Granitsteinpfeiler direkt aus dem Boden zu wachsen scheinen. Bogen und Fenster sind nur wenig gespitzt und deuten damit auf eine Frühstufe der Gotik hin. Die Klosterkirche ist ein Meisterwerk der Zisterzienserbaukunst. Sie wird als besterhaltene Granitsteinbasilika im nördlichen Deutschland bezeichnet.

Von der alten Ausstattung sind nur noch Reste vorhanden und zu besichtigen. Beeindruckend sind die beiden Glasfenster, die den Hl. Benedikt von Nursia in Zisterziensertracht und Bernhard von Clairvaux, der berühmtesten und bedeutendsten Zisterzienserabt, mit Mitra und Krummstab zeigen. Bedeutsame Holzarbeiten im Altarraum und die Fenster können Sie gern bei einer Führung besichtigen.

Weiterhin beeindrucken das Sakramentshäuschen und Reste des alten Fußbodens. Dessen gotischen Majuskeln sind in ihrer Schlichtheit beeindruckend. Jede stellt einen Buchstaben des alten Engelsgrußes dar:

AVE MARIA, GRACIA PLENA. DOMINUSTECUM-BENEDICTATU INMULIERIBUS ET BENEDICTUS FRUCTUS VENTRIS TUI.

Diese Majuskeln sind schlicht und in Deutschland einmalig erhalten.